Drei saarländische Kanuten für die Nationalmannschaft nominiert

Drei saarländische Kanuten für die Nationalmannschaft nominiert

In der jungen Disziplin Boatercross im Kanusport gibt es eine erfreuliche Nachricht für das Saarland: Marc Niesen und Franziska Granzow vom Saarbrücker Kanu-Club sowie Luisa Bürner von den Kanuten aus Merzig wurden vom Deutschen Kanu-Verband DKV in die Boatercross-Nationalmannschaft für die Junioren und U23-Weltmeisterschaft berufen. Der Wettkampf findet am 20. und 21. Juli dieses Jahres auf der Wildwasserstrecke im italienischen Ivrea, Piemont, statt. Die drei Sportler, die im Kajak 1 starten, hatten sich Ende Mai auf der Deutschen Meisterschaft Boatercross auf dem Eiskanal in Augsburg qualifiziert.
Der Wettbewerb im Boatercross ähnlich dem Ski-Cross wird erst seit wenigen Jahren ausgetragen und erfreut sich wachsender Beliebtheit bei jungen Kanuten. Während es beim Kanu-Slalom auf Zeit und Geschicklichkeit ohne Torberührung ankommt, gelten beim Cross gerade diese Vorgaben und Regeln nicht. Nicht die Uhr entscheidet, wer eine Runde weiterkommt, sondern wer als erster über die Ziellinie fährt – von der Qualifikation über das Achtel-, Viertel-, Halbfinale bis in den Endlauf. Die Startfolge in den Gruppen wird ausgelost. Bei vier bzw. drei Fahrern kommt in der Regel jeweils der Erst- und Zweitplatzierte eine Runde weiter.
Gestartet wird beim Cross nur in Kajak 1; Frauen und Männer treten getrennt an. Es dürfen nur moderne Creeker-Wildwasserboote mit einer Länge von 2,05 bis 2,75 m starten, das Gewicht der Boote beträgt maximal 18 kg. Gefahren wird nach den Bestimmungen der ICF (special rules for canoe slalom cross competiton). Wer die Sicherheitsregeln verletzt, wird disqualifiziert.
Die Paddler arbeiten mit fast allen Mitteln, die erlaubt sind, außer Paddelwegnehmen oder mit den Händen absichtlich den Gegner kentern oder wegschieben. Sonst droht die Disqualifikation.
Ganz ohne Technik kommt auch der Boatercross nicht aus. Eine freiwillige Kenterrolle in einem vorgeschriebenen Abschnitt der Wildwasserstrecke gehört genauso dazu wie das Durchfahren der Slalomtore. Das Pikante auf der schweren Boatercross-Strecke in Ivrea: Die Sportler starten von einer fünf Meter hohen Rampe, stürzen sich zusammen in die Fluten, um sich jeweils in eine gute Position zu bringen.

Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club erneut Deutsche Meisterin im Freestyle

Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club erneut Deutsche Meisterin im Freestyle

Von: Armin Neidhard

Die Kanu-Freestylefahrerin Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club verteidigte Ende Oktober im Kanupark Markkleeberg bei Leipzig ihren Deutschen Meistertitel. Die amtierende Junioreneuropameisterin und dreifache Deutsche Meisterin im Kajak Einer der Junioren ließ auch im dritten und entscheidenden Lauf der Konkurrenz keine Chance und wurde souverän Erste. Zuvor gewann sie bereits am Wiesenwehr in Neuss und in Augsburg.
Auch Vereinskollege Roman Glassmann glänzte in Markkleeberg mit einem zweiten Platz bei der männlichen Jugend im Kajak 1.

Bruder Anton Schuck wurde in der gleichen Disziplin Sechster. Insgesamt ist das ein schöner Erfolg am Ende der Saison für den Saarbrücker Kanu-Club in der noch jungen Disziplin. Beim Kanu-Freestylewettbewerb in Markkleeberg gingen 45 Sportler aus 20 Vereinen an den Start auf der 270 Meter langen Wildwasserbahn. Mit den nur 2 Meter Kurzbooten zeigen die Kanuten spektakuläre Sprünge und Drehungen. Punkte gibt es für Figuren und perfekte Bootsbeherrschung in dieser technisch anspruchsvollen Disziplin.

Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club schnappt sich den EM-Titel

Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club schnappt sich den EM-Titel

Von: Armin Neidhardt

Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club e. V. ist neue Europameisterin der Juniorinnen im Kanu-Freestyle

In ihrer Paradedisziplin im Kajak 1 legte die dreifache deutsche Meisterin bei der Heim-EM im bayerischen Plattling am vergangenen Wochenende einen perfekten Lauf hin und sicherte sich mit ihrer persönlichen Rekordpunktzahl von 410 den EM-Titel vor den starken Engländerinnen Sophie McPeak und Ottilie Robinson-Shaw. „Ich bin ziemlich froh“, war ihr erster, bescheidener Kommentar nach ihrem Finallauf. „Ich habe mein Bestes gegeben und die meisten Punkte jemals in einem meiner Wettkämpfe gefahren. Vor dem Start war ich nervös, da ich wusste, dass die Britinnen stark sind. Es hat einfach alles gepasst.“

Saarbrücker Kanutin Emma Schuck für Europameisterschaft qualifiziert

Saarbrücker Kanutin Emma Schuck für Europameisterschaft qualifiziert

Die dreifache Deutsche Meisterin Emma Schuck vom Saarbrücker Kanu-Club e. V qualifizierte sich am vergangenen Wochenende für die Europameisterschaft im Kanu-Freestyle. In Plattling bei München gewann sie den Wettkampf in ihrer Klasse Kajak 1 der Juniorinnen. Die Freestyle-Fahrerin, die bei der letzten Europameisterschaft Dritte wurde, zeigte sich in bestechender Frühform und will an gleicher Stelle Ende Mai ganz oben auf dem Treppchen stehen.

In Plattling finden vom 26. bis 28. Mai die Europameisterschaften statt. Vereinskollege Roman Glasmann zeigte in einem starken Teilnehmerfeld Kajak 1 der Junioren eine sehr gute Leistung, verpasste aber mit Platz 5 den Sprung ins Nationalteam um einen Platz. Daniel Riedmüller ebenfalls von den Saarbrücker Kanuten wurde im Canadier 1 als Ersatzfahrer nominiert.

Deutsche Meisterschaft und WM-Qualifikation mit saarländischer Titelverteidigung

Deutsche Meisterschaft und WM-Qualifikation mit saarländischer Titelverteidigung

Am 7.5. fand an der Plattlinger Solschwelle die Deutsche Meisterschaft im Kanu Freestyle statt. Gleichzeitig galt diese als Qualifikation für die diesjährige Kanu Freestyle WM – die ebenfalls in Plattling vom 20.06. bis 26.06. an stattfindet.

Bei einem Niedrigwasserstand von 1,45 cm (der Idealpegel für den Spot in Plattling liegt normalerweise bei 180-200 cm) konnte Toby Hüther (SKC) dabei im Offenen Canadier seine Konkurrenten aus Augsburg und Ulm mit je einem „Spin“ rechts und links, in der bei diesem Pegel nur schwer zu beherrschenden Walze beeindrucken und sich nicht nur wiederholt den Deutschen Meistertitel, sondern auch einen Startplatz für die WM im Deutschen Team sichern.

Im (geschlossenen) Canadier dagegen musste er sich den nicht nur stärkeren Konkurrenten Markus Hummel und Philipp Hitzigrad, sondern auch dem Youngster Jonas Unterberg geschlagen geben.

Dass Kanu Freestyle nicht nur in Ländern wie Frankreich, Kanada und USA auch bei immer jüngeren Kanuten als Trendsport ankommt, zeigte sich auch an der großen Teilnahme bei den Juniorinnen und Junioren. Die beiden jüngsten starteten dabei in der Klasse U14.

Das erste offizielle Nationentraining findet am 17.6. in Plattling statt.

Die WM-Eröffnungsfeier leitet am 19.6. die Rückkehr dieser sehenswerten Sportart nach über elf Jahren auf die deutsche Wettkampfbühne ein.

Wer sich informieren oder unser deutsches Team sehen und anfeuern will, sollte undbedingt einen Blick auf die offizielle WM-Seite der ICF riskieren: www.icf-freestyle.de  .

Bleibt zu hoffen, dass es bis zur WM noch reichlich regnet, damit sich der Wasserstand ebenfalls weltmeisterschaftlich zeigt – jedoch nicht zuviel des Regens, der im letzten Jahr den Weltcup (die WM-Generalprobe) wegen Hochwassers ausfallen ließ.

Freestyle Bericht 2011

Freestyle Bericht 2011

Von: Daniel Riedmüller

Es ist Mitte November und das Jahr ist schon fast vorbei. Doch ist es nicht so, dass das Jahr so mir nichts dir nichts verstreich, ohne dass man paddeln war. Ganz im Gegenteil. Schon am ersten Januarwochenende waren die Bäche des Schwarzwaldes außergewöhnlich voll und so kam ich in den Genuss, das erste Mal auf der Mittleren Murg zu paddeln. Und das auch noch bei richtig viel Wasser . Die Untere Murg wurde auch noch mit dem Spielboot mitgenommen und anschließend gab es noch eine kleine Park´n Hulk Session am Geroldsauer Wasserfall, welchen ich ebenfalls zuvor noch nicht befahren hatte.

Doch mangels Schnee was das auch schon alles was der Schwarzwald letzten Winter so her gab. Was folgt ist eine Lange Zeit der Abstinenz. Lediglich zwei Besuche am Wiesenwehr. Bis dann Ende März ein Teamtraining in Plattling, bei einem Traumpegel für dieses Frühjahr von 170cm, den Startschuss für eine fast ununterbrochene Folge von Paddelwochenenden gab. Anfang April gab es noch einen Besuch in Carnay, bevor das Spielboot dann für eine Weile in der Garage liegen gelassen wurde. Denn das zweite Aprilwochenende galt dem einpaddeln für Korsika, welches im Tessin stattfand. Auf der Moesa angefangen, ging es weiter zu meiner Ersten Fahrt auf der Verzasca und der Melezza. So eingefahren, konnte es dann das Wochenende drauf direkt für zwei Wochen nach Korsika gehen. Aber auch die Insel der Schönheit, hat schon kräftigere Winter erlebt und so fielen die Wasserstände dort auch aus. Was uns aber nicht vom paddeln abhalten konnte. Nur die Auswahl der Flüsse war eben begrenzt. Für das erste Mal auf Korsika aber doch ausreichend. Gefahren sind wir die 2. Und 3. Etappe des Taravo, Rizzanese, die Défilé de Strette und die untere Schlucht des Fium Orbo, den Golo, die Untere Schlucht des Tavigiano und den Codi. Das Wochenende nach Korsika galt den Abschlussprüfungen. Aber von diesen ist es auch direkt ins Ötztal gegangen. Hier hatte man bei einem Pegel von 200cm auf der Mittleren Ötz mal wieder richtig Wasser unter dem Boot. Der Pegel stieg über Nacht und so wurde bei 210cm die letzte Stufe der Wellerbrücke, die untere Venter und die obere Ötz gefahren. Das Wasser steigt nochmals und so wagen wir uns bei kappen 220cm nochmals auf die Mittlere Ötz und stoßen dabei an unsere Grenzen. Anschließend auf der Köfelser Strecke könnte man den Puls dann wieder runter bringen. Am darauf folgenden Wochenende wurde dann seit einer gefühlten Ewigkeit zum Grazrodeo mal wieder das Spielboot ausgepackt. „Mann ist das klein und leicht“. Für das Halbfinale hat es zwar nicht gereicht doch alle vor mir hatten mindestens 30 Spielboottage mehr als ich in diesem Jahr. Und so geht es das Wochenende darauf wieder ins Wildwasserboot. Von super Wasserstand auf der Landquart direkt bei Regen im Tal und Schnee auf den Bergen (ende Mai) ins Engadin weiter. Doch hier ist der Inn soo voll, dass wir uns für eine Down River Spielbootsession auf der Soulser Stecke entscheiden. Schnell was essen und wieder über den Pass zum Glenner wo wir für den nächsten Tag verabredet sind. Naja daraus wurde nichts da aus dem leichte Schneefall am Pass mittlerweile eine 10cm dicke Schneedecke geworden ist welche uns keine andere Wahl als die Autoverladung am nächsten Morgen ließ. Dennoch rechtzeitig wurde am nächsten Tag der Glenner, welchen ich auch noch nicht kannte, befahren. Sonntags passte dann seit langem mal wieder der Wasserstand der Reuss für die Welle in Bremgarten. So änderten wir kurzerhand die Rute nach Hause und Trainierten mal wieder die Wellentricks.

Christi Himmelfahrt fuhren wir dann wie im Vorjahr nach Lienz. Idealer Ausgangspunkt zum Wildwasser- und Spielbootfahren. So wurde Donnerstag zehn Kilometer der Isel mit dem Spielboot befahren und Anschließend in Lienz an der Drauwalze für das Dolomitenrodeo trainiert. Freitags ging es dann mit dem Creecker ins Defereggen Tal angefangen auf der Standartstrecke des Defereggenbachs. Direkt im Anschluss folgten dann die Tunnel und die Galeriestrecke, schwerer aber dennoch sehr fair. Zum Abschluss des Tages ging es dann noch auf die Wasserfallstrecke, welche von den einheimische zu Recht „Little Norway“ genannt wird. Herrliches Wildwasser mit zwei Wasserfällen 5 und 7 Meter hoch.

Die Lehrzeit geht auf das Ende zu und der Urlaub muss abgebaut werden. Das braucht man mir als Paddler nicht zweimal sagen. Also habe ich zwei Wochen über Pfingsten. Aus der ersten Woche folgt eine Statistik, welche viel Paddeln aber auch viel Autofahren zeigt. 3mal die Teufelsschlucht bei Lofer, 5mal die Lammeröfen, 1mal die Salzachöfen, 3mal den Untertalbach , 1mal das Gesäuse auf der Enz, den Srumboding Wasserfall auf der Steyr, die Koppendraun, die Imsterschlucht, 2mal den Pitzbach, 1mal die untere Venter und obere Ötz bei Sommerwasserstand (viel Wasser), die Tiefenbachklamm und die Kaiserklamm an der Brandenbergerache und eine Bafahrung der oberen Auerklamm, welche eigentlich eine Canyoning Tour ist. Die zweite Woche hingegen verbrachte ich als Zuschauer in Plattling bei der Kanufreestyle WM war aber dennoch jeden Tag selbst auch auf dem Wasser.

Die Arbeit Ruft. Die Lehrzeit ist zu Ende und so müssen die Boote das ein oder andre Wochenende im Sommer mal zu Hause Bleiben. Bei einem erneuten Wochenende im Engadin passte dann erstmals der Wasserstand, dass ich auf dem Inn erstmals nach der Giasun strecke auch direkt die Ardezer strecke weiter fahren konnte. Herrliches Wildwasser mir der Kernstelle dem Bockschlitz welchen wir dank super Team und etlichen Sicherungsposten auch befahren konnten. Unterhalb am Himmelskucker wurde dann im Rahmen der Verfechtertage noch der „Style the line“ Contest ausgetragen, bei welchem es eine Menge Super sauberen Linien mit sehr viel Style zu sehen gab. Am ersten Augst Wochenende wurden dann mittels Spielboot und Big Air Rampe, nochmal die Lufträume in Saarbrücken unsicher gemacht. Da das fliegen so schön war und der Pegel in Bremgarten mit 145m^3/s auch mal wieder nahezu perfekt ist geht es auch Mitte August mal wieder ein ganzes Wochenende schön geschmeidig Wellenreiten. Im September dann ein Wochenende in München welches Samstags super mit ner schönen Session am Plug im Englischen Garten startete und Sonntags mit miesem Wetter beim Rodeo an der Floßlände endete. Das schlechte Wetter war wohl eher eine Ausnahme, denn die Nächsten Wochenenden Ließ sich nur die Sonne sehen. Und so Wurde beim diesjährigen Rissbachfliegen vom AKC auch meine erste Fahrt durch die Klamm von der Sonne belächelt, woraufhin ich bei der zweiten und dritte Fahrt am Ende auch lächeln konnte 😉 und zum Abschluss noch eine gemütliche fahrt oberhalb der Klamm genießen durfte.

Schon ist es wieder Oktober und die Paddelpilger machten sich auf ins Ötztal. Auch ich folgte dem Ruf der SicklineWM, sparte mir aber das Startgeld und nahm an dieser nur als Zuschauer Teil. Zu dem Standard Programm des Ötztals von Unterer Venter, Oberer und Mittlerer Ötz kam an dem Wochenende aber noch meine erste Fahrt der Unteren Wellerbrücke welche aber noch fernab der 56 Sekunden von Sam Sutten war ;).

So komm ich Mitte November auf 78 Paddeltage, bin eine Menge neue Bäche gepaddelt und habe mich beim Wildwasserfahren ziemlich an das „Leben an der Abrisskante“ gewöhnt.

Mittlerweile sind die Temperaturen ziemlich frisch geworden, so sind die Tickets für den nächsten Kajak Trip schon gebucht und im Dezember geht’s für mich das erste Mal zum Wildwasserfahren auf Bäche welche ihren Ursprung nicht in den Alpen Finden. Nach Chile, wo ich innerhalb 3 ½ Wochen hoffentlich viele neue Bäche kennen lernen werde.