Tausche: Zweiten gegen Ersten Preis
Von: Susanne Dahlem

Dragongirls 2008
Das Schönste bei den Drachenbootrennen ist doch die Siegestrophäe – daran kann sich die Mannschaft noch Jahre erfreuen! Die Dragon Girls haben ihre Trophäensammlung in dieser Saison ansehnlich erweitern können. Und seit dem 6. August hängt sogar ein Erster Preis im Vereinshaus. Denn unbemerkt von der Öffentlichkeit sind die Mädels beim Völklinger City Cup vom 2. auf den 1.Platz vorgerückt.
„Gefühlter“ Sieger waren wir bereits nach dem Rennen am 25 Juli. denn wir hatten im 2. Lauf deutlich die Nase vorn. Doch bei der Siegerehrung landeten wir nur auf Platz 2. Das kann allerdings schon mal vorkommen, dass die gefühlte und tatsächliche Leistung auseinander fallen, doch dieses Mal hatten wohl auch die Völklinger Damen ein komisches Gefühl im Bauch. Denn wahre Siegesfreude wollte sich ob des 1. Preises einfach nicht einstellen. Der offizielle Zeitabgleich einige Tage später zeigte schwarz auf weiß: die Dragon Girls waren einfach schneller! Also wurden die Preise gut eine Woche später einfach getauscht.
Was lehrt uns das: trau keinem Computer und keiner Statistik, die Du nicht selbst überprüft hast.
In Völklingen hat das Gewitter während des Rennens die Rennleitung auch auf eine harte Probe gestellt und manchen Computer durcheinander gebracht. Doch letztlich zählt das Ergebnis!
Beim Saarspektakel zählt auch der Augenschein! Hier hilft das scharfe Auge der Kamera noch mit, beim Kopf- an- Kopf-Rennen den wahren Sieger zu küren.
Nach dem gelungenen Start am Freitag gingen wir schon fast als „gefühlte“ erste Sieger in den Endlauf. Doch dieses Mal hatten die Wolfgänse die Nase vorn und wir konnten uns über einen ehrlichen zweiten Platz freuen.
Er findet jetzt genauso einen Ehrenplatz wie der Erste aus Völklingen, der uns als Ansporn für die nächste Saison immer ins Auge fällt.
Die richtige Jagdsaison auf die Trophäensammlung begann dem seit 3 Jahren geliebten Schiersteiner Hafenfest. Dieses Jahr schafften wir es zum ersten Mal als „Dragon Girls“ anzutreten. Am 11.07.08 ging es mit Sack und Pack nach Schierstein. Abenteuer Zelten war angesagt. In strömenden Regen verließen wir Saarbrücken und sahen uns schon im Matsch Zelte aufbauen (à la Woodstock). Doch gemäß unserem Motto “ Wenn Engel reisen…“ schien in Schierstein die Sonne. Der Zeltaufbau wurde dann mit dem Besuch der großen Kirmes, Kirmes oder auch Messe belohnt.
„Ausgeschlafen“ und gestärkt vom Frühstück ging es am nächsten Tag als erstes auf die 250 m Strecke. Die Jagd nach den Pokalen wurde eröffnet. Der erste Schuss ging knapp daneben. Platz 4 nach 2*250m. Wie immer sehr knapp. Das war doch schon ein guter Start, denn unsere Lieblingsdisziplin lag noch vor uns. „2000 m“ von allen sehnsüchtig erwartet. Und heiß war es wirklich. In das 2000 m-Rennen durften wir als erste starten. Was uns gar nicht recht gefiel, denn so hatten wir kein Boot vor uns, welches uns antreibt. 1000 m konnten wir unsere Verfolger hinter uns lassen. Jedoch nach der 2ten Wende holte uns die erste Mannschaft ein. Aber wir gaben nicht auf und kämpften weiter. Nach der 3ten Wende griff uns die nächste Mannschaft an. Wir lieferten uns ein Kopf an Kopf-Rennen bis ins Ziel. Und dieses mal ging der Schuss nicht daneben. 3. Platz mit einer sagenhaften Zeit von 09:47. Die 10 min waren somit geknackt. Stolz wie Oscar konnte der nächste Tag kommen. Am Sonntag stand dann die bis dahin von allen gehassten 500 m Strecke an. Anträge die 500 m gegen die 2000m zu tauschen wurden samstags bereits abgelehnt. Da mussten jetzt alle durch. Schleppend ging es zum Start des 500 m Rennens. Unser Trainer Klaus, wusste uns aber aufzubauen und so gingen wir mit ein wenig Hoffnung ins 500 m Rennen. Wieder Erwarten liefen die 500 m richtig gut. Wir fuhren keinem Boot hinterher, sondern waren gleichauf mit den anderen Booten (das war auch schon mal anders) und die 500 m waren auch nicht so lange wie befürchtet. Der nächste Schuss sah auch nach Treffer aus. Nach dem 2ten 500 m Rennen hieß der Treffer 3. Platz. Die Trophäensammlung war reichlich erweitert.
Eine schwierige Frage! Die Antwort lautet bei diesem Rennen:
lange Rennen antreten. Da das unser erstes Langstreckenrennen unter Wettbewerbsbedingungen war, wollten wir dieses Risiko nicht eingehen..
Nun ja – wer hat schon behauptet, dass es einfach wird?! So eine Renngemeinschaft verbirgt immer Findungsprobleme…..aber das ist doch zu schaffen – oder etwa nicht?
Am 21. und 22. April 2007 trafen sich die Drachenboot-Damen der beiden Vereine SKC und KCD, die im März diesen Jahres die Renngemeinschaft „Saar-Bienen“ gegründet haben, zu einem Trainingswochenende im Landesleistungszentrum des Saarländischen Kanu Bundes in Saarlouis.






Wassersport ist eine nasse Angelegenheit. Trotz des miesen Wetters hatten sich rund 15 Kanuten aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz den Spaß nicht verderben lassen und nahmen an der 46. Auflage der Grenzlandrallye Anfang Mai teil. Die Fahrt auf der Blies startete mit Rücksicht auf den Naturschutz erst im französischen Bliesbrück und endete nach 18 km an der Mündung in die Saar. Die Regenfälle der letzten beiden Tage hatten dafür gesorgt, dass der Mühlenkanal in der Mitte der Strecke ganz gut befahrbar war. Die Kanuvereine legen großen Wert auf eine intakte Natur. So sind die Teilnahme der Kanuten an Ökologieschulungen, das Befahren von Flüssen in Kleingruppen sowie die Begleitung von erfahrenen und geschulten Paddlern bei Verbandsfahrten selbstverständlich.

Aufgrund der bekannten Wetter Eskapaden in diesem Jahr, ein viel zu langer Winter, dann fast Dauerregen und Kälte, musste bereits die erste Freizeit des Kindertrainings, das Wildwassertraining in Hüningen, ausfallen.
Alle Jahre wieder heißt es im Dezember beim Saarländischen Kanubund SKB: Dann geht es traditionell mit dem Boot von Merzig nach Mettlach durch die Saarschleife. Rund 70 Nikoläuse aus den saarländischen und befreundeten Kanuvereinen genossen die 14 km lange Fahrt bei Glühwein, Weihnachtsplätzchen und bestem Wetter. Schließlich war es mit rund acht Grad relativ mild für die Jahreszeit und ab und zu kam sogar die Sonne heraus pünktlich zur Pause unterhalb der Cloef, wo bereits der Nikolaus wartete. Tradition hat auch der herzliche Empfang im Bootshaus Mettlach mit heißer Suppe, Kaffee und Keksen. Ein gelungener Jahresabschluss des SKB.