Deutsch französischer Saison Start

Deutsch französischer Saison Start

Buntes Treiben auf der Saar 

Rund 50 Kanuten aus Saarbrücken und Grosbliederstroff starteten am 24. März bei sonnigem Frühlingswetter gemeinsam in die neue Paddelsaison. Der Saarbrücker Kanu-Club e. V. und der Club Val de Sarre aus Grosbliederstroff pflegen bereits seit vielen Jahren eine intensive Kanu-Freundschaft. Während eine Gruppe von Paddlern schon in Zetting an den Start ging, machten sich die Slalomkanuten, Stand-up-Paddler und Anfänger erst ab Sarreguemines auf den Weg. Ziel für alle war das Bootshaus von Val de Sarre in Grosbliederstroff. Dort wurde der gelungene Saisonstart mit einem kleinen Grillfest und bei Kaffee und Kuchen gefeiert. Die beiden Vereine leben die deutsch-französische Freundschaft und arbeiten partnerschaftlich zusammen, zum Beispiel bei der Organisation von Slalomregatten, die stets grenzüberschreitend ausgerichtet werden oder bei gemeinsamen Trainings am Saarwehr in Grosbliederstroff. Die Saar gilt bei den Kanuten als verbindendes Element und als wichtiges Zeichen für ein Europa ohne Grenzen.
Die nächsten Kanu-Events stehen bereits bevor: Am 16. Juni finden die offenen Saarlandmeisterschaften im Kanuslalom am Saarwehr statt und eine Woche später folgt an gleicher Stelle Kanu-Slalom extrem, auch Boater-Cross genannt.
Wer Interesse am Kanusport inklusive Stand-up-Paddling hat, kann sich gerne an die beiden Vereine wenden.

Saarbrücker Kanu-Club ehrte seine besten Sportler

Saarbrücker Kanu-Club ehrte seine besten Sportler

Weltmeisterin Claudia Röder im Drachenboot und Vizeweltmeister Thomas Zimmer im Volleyball sind Sportler des Jahres 2018 im SKC Saarbrücker Kanu-Club e. V. Bei der ICF Drachenboot Weltmeisterschaft, die im September in Atlanta stattfand, brachte Claudia Röder mit der deutschen Nationalmannschaft in der Masterklasse gleich drei Goldmedaillen im Großboot auf den 200, 500 und 2.000 Meter Strecken mit ins Saarland. Dreimal Silber gab es dazu im Kurzboot auf den gleichen Strecken. Dazu stand sie auch auf dem Siegerpodest bei der Nationenwertung, die die deutschen Damen für sich entschieden. Der Wildwasserkanute und leidenschaftliche Volleyballer Thomas Zimmer erspielte 2018 im griechischen Loutraki den Vizeweltmeistertitel mit der Ü-60 Nationalmannschaft. Volleyball gilt bei den Saarbrücker Kanuten als Ausgleichssportart.

Erfreulich auch die Erfolge in der olympischen Disziplin Kanu-Slalom: Nachwuchstalent Sophie Staudt holte sich auf der Süddeutschen Meisterschaft bei den Juniorinnen den Titel im Canadier Einer (C1) und den zweiten Platz im Kajak Einer (K1). ). Den ersten Platz belegte sie zudem in der Mannschaft genauso wie Vereinskollegin Franziska Granzow. Die Kanuslalom-Spezialistin startete zudem gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Marc Niesen auf der Weltmeisterschaft in der deutschen Nationalmannschaft der Junioren und U23 im italienischen Ivrea, Piemont, in der noch jungen Disziplin Boatercross, sprich Kanu-Slalom extrem.
Stellvertretend für die jugendlichen Kanu-Wildwasserfahrer wurde Carlo Klinkner geehrt. Neben dem Spaß am Kanufahren sollen die jungen Fahrer auch an die anderen Disziplinen herangeführt werden.

Bester Kanu-Wanderfahrer wurde Werner Zwierz, beste Fahrerin bei den Frauen Daniela Scheyda. Margit Koch und Armin Neidhardt wiederholten die Goldauszeichnung zum fünften Mal, Karin Böckh und Holger Eberle erfüllten zum wiederholten Male die Bedingungen für das DKV-Wanderabzeichen.

 

Für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden der ehemalige Kanu-Rennfahrer Erwin Wiesel, für 50 Jahre der ehemalige Kanu-Slalom-Weltmeister Martin Lang ausgezeichnet, für 40 Jahre Dirk Fuhrmann und Christian Brück sowie für 25 Jahre Stefan Heckler, Regina Gerspach, Ute Jäger, Markus Weber, Markus Riemenschneider und Armin Neidhardt. Den Kenterorden sicherten sich in der abgelaufenen Saison Gernot Schweitzer und Holger Eberle.

Stefan Gürzenich und Daniela Scheyda wurde außerdem für besondere Verdienste im Verein geehrt.

Im Bild : Erfolgreiche Sportler des SKC: Sophie Staudt, Daniela Scheyda, Franziska Granzow (vorne), Claudia Röder, Thomas Zimmer, Carlo Klinkner (hinten, v.l.n.r.).

ICF Drachenboot WM 2018

ICF Drachenboot WM 2018

„Go to Atlanta“ –  ICF Drachenboot WM 2018

(Autorin : Claudia)

Unter diesem Motto standen seit Oktober vergangen Jahres für die Bewerber die Vorbereitungen zur Drachenboot-Weltmeisterschaft in Gainesville, Georgia USA, welche vom 12. – 16. September 2018 am Lake Lanier Olympia Park ausgetragen wurden.

Nach monatelangen individuellen Trainingseinheiten, Sichtungsterminen und Tests in Allgemeinathletik, Outrigger sowie Drachenboot-Einzelbankfahren war die erste Hürde genommen und die Qualifikation und damit Nominierung für die DKV- Nationalmannschaft  geschafft.

Als einzige Saarländerin durfte man weder Kosten noch Reisestrapazen scheuen, um die gemeinsamen Trainingslager in Neubrandenburg, Berlin, Hamburg, Duisburg oder gerne auch mal Wiesbaden-Schierstein zu absolvieren, schließlich müssen die einzelnen Sportlerinnen aus verschiedensten Vereinen zueinander finden und zu einem Team zusammenwachsen.

Ich hatte mich für die Klasse“ Damen Masters“ beworben und wurde schließlich sowohl für das 20-Sitzer- als auch das 10-Sitzer-Drachenboot  der Ü40-Damen akkreditiert.

So ging es dann am 8. September als Mitglied der knapp 130-köpfigen (und damit größten!) deutschen Delegation in die USA, wo allen Sportlern, die das Glück hatten, tatsächlich ein Einreisevisum erhalten zu haben, ein sehr herzlicher Empfang an der Olympiastrecke von 1996 nahe Atlanta bereitet wurde.

Die Vorfreude auf spannende Wettkämpfe wurde jedoch erheblich getrübt, als sich in den kommenden Tagen herausstellte, dass von ursprünglich knapp 20 Nationen, einige wegen Visa-Problemen entweder aus ihren Herkunftsländern nicht ausreisen durften oder ihnen ganz oder teilweise die Einreise in die USA verwehrt wurde. So meldeten z.B. bedeutende Nationen wie Russland oder Korea ganz ab, andere konnten nur mit dezimierter Delegation einzelne Wettkämpfe bestreiten, wie z.B. Ungarn, Armenien oder die Ukraine (die lediglich in der Männerklasse startfähig waren und zwar –auf Antrag- mit einer Paddlerin!!!).

Nach 4 anstrengenden Wettkampftagen bei schwül-heißem Südstaatenklima (und ohne Auswirkungen durch Hurrikan Florence) konnten die DKV-Drachenbootsportler in den verschiedenen Startklassen auf eine sehr erfolgreiche Bilanz blicken und gewannen neben der Damen-Gesamtwertung auch die Nationenwertung der WM.

Kräftig dazu beigetragen haben auch die 3 Goldmedaillen, welche ich mit „meinen Mädels“ auf den Strecken  200, 500 und 2000m im Großboot sowie nochmals 3 Silberne auf gleichen Strecken im Kleinboot erpaddeln konnte.