Schiersteiner Hafenfest 2008

Schiersteiner Hafenfest 2008

Von: Susen Grimsehl

Das Schönste bei den Drachenbootrennen ist doch die Siegestrophäe. Daran kann sich die Mannschaft noch Jahre erfreuen!

Die Dragon Girls haben ihre Trophäensammlung in dieser Saison ansehnlich erweitern können.

Die richtige Jagdsaison auf die Trophäensammlung begann dem seit 3 Jahren geliebten Schiersteiner Hafenfest. Dieses Jahr schafften wir es zum ersten Mal als „Dragon Girls“ anzutreten. Am 11.07.08 ging es mit Sack und Pack nach Schierstein. Abenteuer Zelten war angesagt. In strömenden Regen verließen wir Saarbrücken und sahen uns schon im Matsch Zelte aufbauen (à la Woodstock). Doch gemäß unserem Motto “ Wenn Engel reisen…“ schien in Schierstein die Sonne. Der Zeltaufbau wurde dann mit dem Besuch der großen Kirmes, Kirmes oder auch Messe belohnt.

„Ausgeschlafen“ und gestärkt vom Frühstück ging es am nächsten Tag als erstes auf die 250 m Strecke. Die Jagd nach den Pokalen wurde eröffnet. Der erste Schuss ging knapp daneben. Platz 4 nach 2*250m. Wie immer sehr knapp. Das war doch schon ein guter Start, denn unsere Lieblingsdisziplin lag noch vor uns. „2000 m“ von allen sehnsüchtig erwartet. Und heiß war es wirklich. In das 2000 m-Rennen durften wir als erste starten. Was uns gar nicht recht gefiel, denn so hatten wir kein Boot vor uns, welches uns antreibt. 1000 m konnten wir unsere Verfolger hinter uns lassen. Jedoch nach der 2ten Wende holte uns die erste Mannschaft ein. Aber wir gaben nicht auf und kämpften weiter. Nach der 3ten Wende griff uns die nächste Mannschaft an. Wir lieferten uns ein Kopf an Kopf-Rennen bis ins Ziel. Und dieses mal ging der Schuss nicht daneben. 3. Platz mit einer sagenhaften Zeit von 09:47. Die 10 min waren somit geknackt. Stolz wie Oscar konnte der nächste Tag kommen. Am Sonntag stand dann die bis dahin von allen gehassten 500 m Strecke an. Anträge die 500 m gegen die 2000m zu tauschen wurden samstags bereits abgelehnt. Da mussten jetzt alle durch. Schleppend ging es zum Start des 500 m Rennens. Unser Trainer Klaus, wusste uns aber aufzubauen und so gingen wir mit ein wenig Hoffnung ins 500 m Rennen. Wieder Erwarten liefen die 500 m richtig gut. Wir fuhren keinem Boot hinterher, sondern waren gleichauf mit den anderen Booten (das war auch schon mal anders) und die 500 m waren auch nicht so lange wie befürchtet. Der nächste Schuss sah auch nach Treffer aus. Nach dem 2ten 500 m Rennen hieß der Treffer 3. Platz. Die Trophäensammlung war reichlich erweitert.
Schierstein war wie immer ein Motivationsschub für die regional anstehenden Rennen. „Naturdoping durch Erfolgserlebnis“

 

 

Langstreckenrennen in Merzig, 12.05.2007

Langstreckenrennen in Merzig, 12.05.2007

Von: Susanne Dahlem

Was hat ein Schnuller mit einem Drachenbootrennen zu tun?

 Eine schwierige Frage! Die Antwort lautet bei diesem Rennen:

Starten oder als „Kindergarten“ in die Ecke gestellt zu werden.

Das Rennen in Merzig stand nämlich zunächst unter keinem guten Stern.

Wir sollten ursprünglich eingequetscht zwischen zwei weiteren Damenbooten das 7 Kilometer lange Rennen antreten. Da das unser erstes Langstreckenrennen unter Wettbewerbsbedingungen war, wollten wir dieses Risiko nicht eingehen..

Also, was tun? Bei den Organisatoren protestieren! Das taten wir denn auch, wurden mit Unmut als „Kindergarten“ tituliert, doch am Ende wurde unser Wunsch erfüllt: wir bekamen gleiche Startbedingungen.

Die 3 Damenboote durften schließlich im 10-Sekunden-Abstand hintereinander starten.

—–> Anmerkung: Das hatte zur Folge, dass einige andere Mannschaften forderten, dass im nächsten Jahr alle Boote im 10-Sekunden-Takt auf die Strecke geschickt werden sollen, um Kollisionen zu vermeiden. Diese gab es nämlich auch in diesem Jahr wieder.

Und, um unserem Ruf gerecht zu werden, haben wir als „Kindergarten“ unsere Schnuller umgehängt, die uns zusätzlich „beflügelten“. Zucker im Schnuller ist nämlich ein natürliches Doping!

Das Ganze hat sich gelohnt: Wir schafften es aus dem Stand als zweite ins Ziel und hatten auf die Sieger, die Saarnixen aus Burbach, gerade mal 35 Sekunden Rückstand.

—–> Die Nixen waren in diesem Jahr schon den Halbmarathon in Oberhausen gefahren, hatten letztes Jahr die 9 km in Bern und bereits die 7 km in Merzig gefahren. Als Langstreckenneuling ist das für uns eine Klasseleistung.

Unsere Zeit: 40 Minuten und 53 Sekunden.

Am Ende hatten wir sogar noch soviel Körner, einen ordentlichen Spurt hinzulegen!

Das hat uns gezeigt, dass beim nächsten mal noch mehr drin ist. Denn so eine lange Strecke muss erst einmal strategisch eingeteilt werden.

—–> Wenn wir dann noch mit technischen Raffinessen wie Paddeldrehen bei Gegenwind arbeiten, sind wir noch ernster zu nehmende Konkurrenz.

Bei uns hat jedenfalls niemand schlapp gemacht, alle haben bis auf den letzten Meter gekämpft. Dabei können 7 Kilometer ganz schön lang sein, vor allem dann, wenn man gegen den Wind und die Strömung anpaddeln muss. Manchmal hatten wir sogar den Eindruck, wir kämen kaum von der Stelle und die Stangen für die Wende seien ewig weit weg.

Am Ende motivierte uns ein schnödes „Männerboot“, das uns im letzen Drittel attackierte. Die Herren der Schöpfung wollten wir aber nicht vorbeilassen. Man braucht nur ein ordentliches „Feindbild“, um zu siegen.

Das nächste Rennen kann kommen! Wir sind bereit!

Trainingswochenende der Renngemeinschaft Saar-Bienen

Trainingswochenende der Renngemeinschaft Saar-Bienen

Von: aus der Sicht einer SKC Mannschaftsführerin

 

Nun ja – wer hat schon behauptet, dass es einfach wird?! So eine Renngemeinschaft verbirgt immer Findungsprobleme…..aber das ist doch zu schaffen – oder etwa nicht?

Wer kann schon von einem Team reden, das aus Zweien besteht, verschiedene Stielrichtungen trainiert und sich nur 1x die Woche trifft? Dann setzt man sich in ein Boot und paddelt los. Kann man sich so kennen lernen? Nee – wohl nicht….

Unsere Gäste aus Dillingen hatten es wohl auch nie so ganz einfach sich in unserem Team zurecht zu finden. Es gab einfach Verständnisprobleme, offene Fragen und zu wenig Antworten. Beide Seiten trauten sich wohl nicht so richtig den Andern zu konfrontieren – Angst dem Andern auf die Füße zu treten – die gewonnene Gemeinschaft aufs Spiel zu setzen…..darum blieben wichtige Dinge unausgesprochen.

Auch wenn es nicht immer ganz leicht war an diesem Wochenende – ich bin sehr stolz, dass wir einen Weg gefunden haben, dass wir gesprochen haben, dass wir ehrlich miteinander waren, dass wir uns vorgenommen haben auch künftig offen miteinander zu reden.

Nun sind wir ein Team und wir werden alle dafür arbeiten, dass wir ein erfolgreiches Team über die Landesgrenzen hinaus werden….

Ich freue mich schon sehr darauf

Regine,

die keinen Zickenalarm mag

Trainingswochenende der Renngemeinschaft Saar-Bienen

Trainingswochenende der Renngemeinschaft Saar-Bienen

Von: aus der Sicht eines Trainers

 

Am 21. und 22. April 2007 trafen sich die Drachenboot-Damen der beiden Vereine SKC und KCD, die im März diesen Jahres die Renngemeinschaft „Saar-Bienen“ gegründet haben, zu einem Trainingswochenende im Landesleistungszentrum des Saarländischen Kanu Bundes in Saarlouis.

Am Samstagvormittag begaben wir uns das erste Mal ins Boot. Begleitet wurden wir von einem Kameramann, Rolf Jachmann, der die Aufgabe hatte, das Team während der Fahrt aus verschiedenen Blickwinkeln zu filmen. Dieser Film wurde anschließend gemeinsam angeschaut, wobei jede einzelne der Paddlerinnen ganz besonders sich selbst beobachten sollte. Nach einer kurzen Pause ging es dann zur nächsten Trainingseinheit, in der Probleme, die durch diesen Film aufgefallen waren, abgestellt wurden. Die dritte Trainingseinheit an diesem Tage, bei der hauptsächlich das Fahren von schnellen Wenden geübt wurde, leitete Christin Brück. Er wird die Damen am 12.05. beim Langstreckenrennen in Merzig steuern. Nach dem Abendessen, als auch der Drachenbootwart des KCD, Klaus Saupe, und der Dillinger Trainer Roland Schwarz (Charly) anwesend waren, begaben wir uns zu einer Diskussionsrunde in die Gaststube der Undine. Nach einer kurzen aber sehr wichtigen Aussprache – Besetzung des Bootes, Paddeltechniken und Umgang miteinander – wurde es ein sehr schöner und geselliger Abend.

Trotzdem fand am Sonntagmorgen um 08:30 Uhr das Frühstück statt (wir waren ja zum trainieren hier, nicht zum Schlafen!). Sowohl hier, in der anschließenden Trainingseinheit, als auch beim abschließenden Mittagessen war ein neues TEAM versammelt. Jetzt kann als Saisonhöhepunkt die Deutsche Meisterschaft kommen – wir werden zusammen viel Spaß haben!

Mein Fazit: die zwei Tage zusammen in einem nicht sehr sauberen Haus und ungewürztem Essen – aber sehr schönem Wetter waren ein sehr gelungenes und erfolgreiches Wochenende!

Nochmals vielen Dank an die Damen, die so zahlreich erschienen sind, Rolf, den Kameramann, der uns wichtige Einblicke von „außen“ geliefert hat und Christian, der uns toll unterstützte.

Mario,

der diesen wahnsinnigen

Haufen trainieren darf.